Drei Grundsätze wichtige Grundsätze hat O Sensei hinterlassen, an die sich jeder Aikidoka bei seinem Training halten sollte:

1. Nicht offen sein

Dieser Satz bezieht sich ausdrücklich auf den Körper: Nage muss sich beim Ausführen einer Technik stets so bewegen, dass er Uke (dem angreifenden Partner) keine Gelegenheit gibt, erneut zuzuschlagen oder einen Atemi anzubringen; er darf sich keine Blöße geben.

Zugleich muss Nage aber seinen Geist und seine Sinne offen halten, um alles wahrnehmen zu können, was um ihn herum geschieht.

2. Nicht in die Augen sehen

„Man darf dem Partner nicht in die Augen sehen, weil sie sonst unseren Geist einnehmen“, hat Morihei Ueshiba gesagt. „Man darf den Partner nicht ansehen, weil man das Ki des Partners ,anziehen' muss.“

3. Nicht warten

Es beginnt derjenige, der die Technik ausführt. Nage wartet nicht, bis Uke ihn angreift, sondern ergreift selbst die Initiative. Morihei Ueshiba hat gesagt, „wenn man die Techniken gut übt, also vor der Aktion des Gegners handelt, dann ist es, als würde man den Willen des Gegners erfüllen“. Nage soll vorher erkennen, was Uke tun will, und er soll seinen Partner führen.

Nage soll „fühlen“, was Uke tun will, noch bevor der seinen Angriff begonnen hat – das ist nicht nur für Anfänger sehr schwer. Um dieses Gefühl vielleicht irgendwann einmal zu entwickeln, soll Nage (also der „Verteidiger“) im täglichen Training stets beginnen. Nage lädt Uke quasi ein. Das ist nicht leicht.

Noch schwerer wird es, Uke anzuziehen, den Partner zu führen, ohne ihn dabei überhaupt körperlich zu berühren.